2009 17.09.
Leben

Es gibt Dinge die im Leben, die muss man einfach mal probiert haben. Egal, ob man es schafft oder nicht: Die Hauptsache ist, dass man es versucht hat. Übermorgen ist es soweit: Da werde ich es versuchen.

Zugegeben – die Liste der Dinge, die “man” einfach mal probiert haben muss, ist sehr individuell und fällt von Person zu Person unterschiedlich aus. In meinem Fall findet sich darauf eine ganz besondere Rund-Wandertour, die in meinem Heimatort beginnt (und natürlich auch dort endet – “Rund”-Tour mit “rund” wie in “Kreis”): der Burgenmarathon.

Ausgedacht hab ich mir die Strecke nicht, diese Ehre gebührt dem Pfälzerwald-Verein Hauenstein. Auch der Name stammt nicht von mir, aber ich finde ihn sehr passend: Ein Marathon hat normalerweise eine Länge von 42 (!) Kilometern und 195 Metern. Schon allein die 42 ist ein Grund, dass ich unbedingt mal einen Marathon in irgendeiner Form mitmachen muss.

Vom Laufen eines Marathons bin ich noch weit entfernt, stattdessen wird gewandert. Dafür hat die Gesamtstrecke aber auch gute 45 Kilometer.

Im Moment stecke ich in der Vorbereitung. Wie immer im Leben: Die Wanderkarte ist zwar detailliert, aber vereinzelt fehlen Abschnitte der Route. Vermutlich wurden diese Wege nach Drucklegung der Karte angelegt. Und die neuere Ausgabe der Karte kommt nicht in Frage – auf der hat man nämlich alle KLEINEN Wege (die nummerierten also) weggelassen und stattdessen nur die farbcodierten Strecken aufgenommen. In meinen Augen ist das ein Epic Fail, aber nun gut.

Andreas, der mich auf dieser Strecke begleitet, bringt nicht nur Erfahrung im Orientierungslauf mit, sondern auch einen Kompass. Und wir beide werden wohl gute 4 Liter oder mehr an Flüssigkeit mit uns führen, also werden wir große Rucksäcke tragen. Er nimmt seine GPS-Uhr mit, ich mein iPhone – damit sollte gewährleistet sein, dass wir uns wenigstens einmal verlaufen.

Das muss so sein; wer sich auf so einer langen Strecke nicht wenigstens einmal vertut, hat was falsch gemacht. Ein bisschen Schwund ist immer, und ein klein wenig verlaufen gehört dazu.

Während wir also uns mental darauf vorbereiten (Rucksack packen und Abendessen vorkochen steht erst morgen an), lassen wir uns gedanklich von Konfuzius leiten:

Keine Straße ist zu lang mit einem Freund an der Seite

Schauen wir mal, ob wir es durchhalten. Ich werde dann zwischendurch versuchen, per iPhone GPS-Koordinaten und Fotos über meinen Twitter-Account einzustellen. Falls jemand mitleiden möchte…

Geschrieben von Stefan

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